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Mehrgenerationenprojekte

Hierbei handelt es sich um generationenübergreifende Haus- oder Wohngemeinschaften, in der jede Partei seine eigenen Räumlichkeiten hat, es aber auch gemeinschaftlich genutzte Räume wie z.B. Wohnzimmer, Küche, Werkraum, Garten etc. gibt, in denen sich die Bewohner begegnen – miteinander leben – können.

Dies ist eine Wohnform, bei der beide Seiten viel gewinnen können. Ältere Menschen, deren Kinder und Enkelkinder an einem anderen Wohnort leben und junge Familien, die Oma und Opa gleich nebenan vermissen – das gibt es häufig.

Es gibt viele Möglichkeiten wie Jung und Alt ein gutes Team bilden können. So ist es z.B. denkbar, dass die älteren Mitbewohner für die Kinder der berufstätigen Eltern ein warmes Mittagessen kochen, oder einen Spiel- und Bastelnachmittag veranstalten und dafür im Gegenzug Unterstützung beim Einkauf oder anderen alltäglichen Dingen bekommen.

So ein Gemeinschaftsgefühl tut gut, stärkt die Gesundheit und ist mit Sicherheit eine Bereicherung für den Lebensalltag aller Bewohner – ob klein oder groß!

マイホーム

Laut wikipedia (www.de.wikipedia.org/wiki/Mehrgenerationenhaus) bezeichnet der nicht geschützte Begriff Mehrgenerationenhaus ein Haus oder Gebäude, das generationenübergreifend als Wohnraum oder offener Treff genutzt wird.

Als Wohnraum: Diese Variante meint das langfristige Zusammenleben mehrerer unabhängiger und verschieden alter Personen in einem großen Haus. Hierbei gibt es meist separate Wohneinheiten und zusätzlich Gemeinschaftsräume wie z.B. eine Küche, ein Wohnraum, Hobbyräume oder ein Garten die für alle nutzbar sind.

Als offener Treff: Bei dieser Variante dienen die Häuser als offene Treffpunkte, an denen sich Menschen verschiedener Generationen (meist aus dem “Viertel“) begegnen, austauschen und sich gegenseitig unterstützen können.

Beide Varianten basieren auf dem Wunsch, das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt neu zu beleben und “zu leben“.

Bereits im Jahr 2006 hat das Bundesfamilienministerium das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser ins Leben gerufen. Seitdem sind deutschlandweit zwischen 450 und 500 Mehrgenerationenhäuser entstanden. Im Rahmen dieses Aktionsprogrammes werden die Häuser zum Teil vom Bund aber auch den Ländern und Kommunen finanziell bezuschusst.

Die Lebenssituation von Familien heutzutage hat sich verändert: Kinder, Eltern und Großeltern leben oftmals nicht mehr in leicht erreichbarer Nähe. Zudem steigen die Anforderungen an Berufstätige stetig – sie müssen flexibel und am Besten auch mobil sein. Aber sie wollen auch ihre Kinder (oder pflegebedürftige Angehörige) gut versorgt wissen.

Hier möchten die Mehrgenerationenhäuser u.a. ansetzen: Das selbstverständliche Geben und Nehmen zwischen Menschen verschiedenen Alters soll in den Mehrgenerationenhäusern aktiviert werden. Die Jüngeren helfen den Älteren und umgekehrt.

Dem ganzen gegenüber stehen nun die privat initiierten Mehrgenerationenprojekte. Immer mehr Menschen versuchen eigenständig ein solches Projekt ins Leben zu rufen. Einige aus dem Wunsch heraus nicht mehr alleine zu leben, andere mit dem Hintergrund sich im Alltag mit mehreren gegenseitig unterstützen zu können.
Viele scheitern aber auch bei der tatsächlichen Umsetzung an kleinen oder größeren Hürden. Ein geeignetes Wohnobjekt hierfür zu finden ist, je nachdem in welcher Gegend man wohnt, gar nicht so leicht. Dann stellt sich häufig die Frage, wie man ein solches, gemeinsames Wohnen vertraglich (bezogen auf den Mietvertrag) regelt. Und nicht zuletzt muss ja auch “die Chemie“ zwischen den einzelnen Mitbewohnern schon ziemlich gut stimmen.

Wenn ein solches Projekt jedoch funktioniert, stärkt es so ein Gemeinschaftsgefühl und ist für jeden Mitbewohner eine Bereicherung im Alltag!

Weitere Informationen über Mehrgenerationenhäuser
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www.mehrgenerationenhaeuser.de