Die zentrale Infoseite zum Thema Leben und Wohnen für die Generation 60Plus

2 Kommentare

  1. Roland Frick
    04.11.2015 @ 16:37

    Die Zeiten ändern sich…
    Mag Australien neben Nordamerika schon immer ein besonderes Beispiel für den Umgang und die Unterdrückung von Ureinwohnern gewesen sein, so hat gerade genau dieses im Artikel zitierte Land die Grenzen für jegliche Flüchtlinge geschlossen.

    Dabei ist Fremdenfeindlichkeit und Abgrenzung generell dumm, da unsere ganze Menschheitsgeschichte darauf aufbaut, dass sich Völker miteinander austauschen, Handel treiben und sich dadurch auch gegenseitig in der Entwicklung bereichern. Nicht nur durch Produkte, sondern auch durch Wissen und Kultur.
    Nicht nur deswegen sollte JEDE und JEDER bei uns willkommen sein!!!!!
    Da es aber auch schon immer Kriege gab und Menschen, die davor in andere Länder geflohen sind, sofern sie es konnten, ist natürlich jeder Flüchtling der Schutz und Hilfe braucht selbstverständlich auch willkommen. Wichtig ist dabei aber neben der gegenseitigen Toleranz auch die Bereitschaft der Ankommenden sich in das bestehende System integrieren zu wollen.

    Doch wir sollten bei all der Medienaufmerksamkeit für das Flüchtlingsthema nicht all die in Not Geratenen vergessen, die schon bei uns leben!!
    Noch nie gab es so viele Menschen, egal welchen Alters, die sich in Deutschland von mildtätigen Einrichtungen ernähren müssen, weil ihnen unverschuldet die eigenen Mittel fehlen. Gerade auch das Thema der wachsenden Altersarmut und der kaum finanzierbaren, menschenwürdigen Alterspflege ist allein schon eine Herausforderung für unser soziales System.

    Städtische und staatliche Mittel für öffentliche Einrichtung, Bildung, Kultur und Wohnungsbau wurden seit Jahren immer weiter eingespart und/oder fehlgeleitet. Machen wir uns nichts vor, viele unserer Kommunen sind größtenteils zahlungsunfähig oder kurz davor. Schwimmbäder die ein Segen für alle Altersklassen sind, können aus Geldmangel der öffentlichen Hand nicht erhalten werden und schließen heutzutage leider vielerorts. Auch unser Wohn- und Sozialbauwesen wurde über Jahrzehnte seitens der Politik sträflich vernachlässigt. Jetzt fehlt der bezahlbare Wohnraum, gerade in den großen Ballungszentren. Sowohl für junge Familien, für Menschen die beruflich oder privat den Wohnort wechseln, für Alleinerziehende, für Ältere und jetzt eben auch noch für alle, die derzeit in großer Zahl zu uns kommen.

    Von der speziellen Herausforderung der so massiven Zuwanderung in einem so kurzem Zeitraum mal abgesehen, werden wir uns alle an unserem Umgang mit diesem Thema messen lassen müssen und die Auswirkungen dessen auf alle Bereiche unseres Lebens sehen und erleben. Von Kindergarten und Schule angefangen, über Bildungs- und Ausbildungswesen, dem Arbeitsmarkt, bis hin zum Umgang mit Alten, Schwachen und Kranken.

    Was wir angesichts dieser ganzen Herausforderungen brauchen sind aber keine billigen Stammtischparolen und Propaganda – egal wie gut gemeint und aus welchem politischen Lager – sondern funktionstüchtiges Umdenken und Handeln.
    Wir brauchen Menschen mit vernünftigen Ideen und bezahlbaren Lösungen, die für alle eine Chance und Zukunft bietet und nicht nur Wenigen hilft, sich am Leid anderer zu bereichern. Und genau diese Visionäre fehlen, oder sind neben all den Schreihälsen nicht zu hören.

    Und weil differenziertes Denken soviel schwieriger ist und sich meist nicht so schön und medienwirksam in Parolen packen oder auf Plakate schmieren lässt, teilt sich die aktive Bevölkerung Deutschlands nun in die Gutmenschen (alle dürfen kommen) und die Schlechtmenschen (macht die Grenzen zu). Wobei keine der beiden Gruppen auch nur im Ansatz Lösungen für die offensichtlichen, aktuellen Schwächen unseres Systemes und die Herausforderungen der Zukunft anbietet. Sich dafür aber gegenseitig in der Auseinandersetzung viel Energie raubt, bisweilen unkontrolliert freisetzt und dabei immer vergeudet, ohne uns auch nur einen Schritt weiter zu bringen…

    ..genau wie dieser Kommentar.

  2. Der Seniorenblog
    18.10.2015 @ 14:35

    Dem sehr guten Artikel bei triviali.de kann man nur voll zustimmen! Die Menschen vergessen sehr leicht, dass man den Deutschen nach dem 2. Weltkrieg ebenfalls wirtschaftlich und politisch geholfen hat, die damals herrschend schwere Krise zu überwinden. Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel ein wirtschaftlich schwaches Land wie der Libanon ebenfalls Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, sollte uns dies doch auch möglich bei uns sein. Niemand plädiert dafür, Wirtschaftsflüchtline aufzunehmen, aber Kriegsflüchtline sollten in Deutschland – gerade auch auf Hinblick unserer Geschichte – immer die Möglichkeit des Asyls haben.

    Wir haben ebenfalls einen Beitrag dazu bei uns veröffentlicht: http://goo.gl/VRhaIz

    http://www.der-seniorenblog.de

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